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Das Feuer der Vergangenheit (Odine und Amelie - ein kriminalistisches Duo) Taschenbuch

Das Feuer der Vergangenheit (Odine und Amelie - ein kriminalistisches Duo) Taschenbuch

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Achtung das ist der Vorverkauf. Das Buch erscheint erst am 05.Oktober 2026 und wird auch erst dann versandt.

Hochglänzendes Softcover in DIN A5 


Maße: 14,8 cm x 21,0 cm
Seiten: 292



Kurzbeschreibung:

Das Feuer der Vergangenheit ist ein neues Abenteuer von Odine, Amelie und ihren Freunden. Odines Albtraum um die venezianische Loge geht weiter. Und es tauchen neue Gegenspieler auf. Warum parkt ein Lieferwagen einer christlichen Hilfsorganisation ausgerechnet in der Tiefgarage eines BDSM-Clubs? Und was hat dieser Wagen mit der Toten vor dem Club zu tun?

Klappentext

Als Remzi Aslan seinen Lieblings-BDSM-Club verlässt, wird aus einem entspannten Abend auf einmal ein verfrühter Dienstbeginn. So hatte er sich den Bereitschaftsdienst nicht vorgestellt. Zusammen mit Odine und Amelie tauchen die drei immer tiefer in einen Sumpf aus Frauenverachtung und mafiaähnlichen Strukturen ab.


Leseprobe aus: Das Feuer der Vergangenheit

Das Feuer der Vergangenheit

Daira Bär

Vorwort

Ein neues Jahr und eigentlich ein Grund, die Sache mal ruhiger angehen zu lassen. So dachte sich das auch Odine und Amelies Kollege Remzi Aslan. Doch als er nach einer Feier in einem angesagten Club nach Hause gehen will, ist alles anders. Der Wechsel von privat auf Beruf erfolgte noch nie so schnell, wie in dem Moment, als der Polizist diesen Fund vor seinem Lieblingsclub machte.

Mit diesem Band wird die Geschichte um das Polizistinnenduo Odine und Amelie weiter erzählt.

Kapitel 1: Arbeit hat Vorrang

Remzi Aslan verließ gerade den Club, Bittersweet Melody und war guter Laune. Der Club war schon etwas Besonderes. Eine Mischung aus Disco, Bar und BDSM-Club. Aber er war so etwas wie seine zweite Heimat geworden. Noch bevor er zu dem Szene-Treff unter BDSMlern geworden war. In dem alten Herrenhaus gab es mehrere Bereiche. Eine Bar, die für jeden geöffnet war und in der er regelmäßig einfach nur schöne Gespräche mit anderen Gästen und dem Barkeeper führen konnte. Aber auch einen Tanzbereich, der etwas abseits von der Bar in einem Bereich war, den man vielleicht eher als Halle bezeichnen konnte und wo bestimmt siebzig Leute Platz hatten, um sich zu den Klängen der Musik auszutoben. Und wer es spezieller mochte, konnte in einen der oberen Bereiche gehen und dort die Spiele der etwas anderen Art mit dem Menschen seiner Wahl genießen. Es war weit nach Mitternacht und Remzi hatte den Abend sehr genossen. Er hatte getanzt und an der Bar einige tolle Gespräche gehabt. Dabei war der smarte, dunkelhaarige Mann mit türkischen Wurzeln auch das eine oder andere Mal angeflirtet worden. Aber seit einiger Zeit ging ihm die junge Dame, welche im Tigers Eye zusammen mit ihrer Mommy Domme und einer anderen jungen Dame lebte, nicht mehr aus dem Kopf. Hanna Baleandro hatte spanische Wurzeln und er musste immer wieder an ihr süßes Lächeln denken. Hannah und ihre Familie hatten in den vergangenen Wochen so einiges erlebt und dennoch war sie immer freundlich und sehr zuvorkommend ihm gegenüber gewesen. Somit hatte er im Club keine Augen für die Angebote der anderen Damen gehabt. Aber es war schön, mal wieder angeflirtet zu werden. Und so ging er beschwingt nach Hause. Er hatte es ja nicht weit. Nur durch die schmale Seitengasse und dann in die U-Bahn steigen, um an der nächsten Haltestelle auszusteigen. Aber irgendetwas in dieser Seitengasse war merkwürdig. Er schaute sich noch mal um. Und dann sah er es. In der Reihe der großen Müllcontainer stand einer etwas weiter vor. Dabei war heute gar nicht Müllabfuhr, und warum sollte dieser einzelne Container überhaupt so weit vorstehen? Er ging zurück und schaute sich das näher an.
„Verdammte Scheiße!“, rutschte ihm ein Fluch raus.

Sofort war er im Arbeitsmodus, denn hier lag die Leiche einer rothaarigen jungen Frau, welche übel zugerichtet zu sein schien. Ohne nachzudenken, rief er sofort seine Chefin Odine Bernau an.

„Bernau.“
„Hallo Boss, ich bin es, Remzi. Ich hab da was.“
„Na, was hast Du?“, fragte Odine mit einem Schmunzeln.
Diese Aussage war so vage, dass sie ihn ruhig etwas weiter auflaufen lassen wollte, wenn es wirklich um die Arbeit ging.

„Eine Leiche, und es sieht verdammt nach Mord aus.“
„In Ordnung, ich sage Meierdirks und Jack Bescheid. Sichere den Bereich so gut es geht ab.“
„Das wird schwierig. Ich bin zu Fuß unterwegs, war gerade im Bittersweet Melody. Die Leiche liegt in einer Seitengasse.“
„Ah, ja.“
Odine musste schmunzeln, sie war früher selbst oft in dem Club gewesen, aber das war bevor sie Amelie getroffen hatte. Ihre Frau, ihren blonden Engel, wie sie ihn immer wieder nannte.
„Amelie und ich sind gleich auf dem Weg.“
„Sorry, dass ich Euch das Wochenende versaue.“
„Alles gut. Wir haben nun mal Bereitschaft, das gehört dazu.“
„Dann bis gleich. Und sag Amelie, sie soll keinen Schreck kriegen, die Frau sieht übel aus, zumindest das, was ich von hier aus sehen kann.“
„Mach ich und Remzi, fass nichts an.“
„Keine Sorge, ich weiß, wie Jack über kontaminierte Fundorte denkt.“
„Gut. Dann bis gleich.“

Odine Bernau legte auf und wurde in dem Moment von hinten umarmt.

„Hey Schatz, wer war das?“
„Das war Remzi, wir müssen arbeiten. Er hat eine Leiche gefunden. Beim Bittersweet Melody.“
Bittersweet Melody? Den kenn ich gar nicht, was ist das für ein Laden?“, fragte die blonde Frau mit den blauen Augen.
„Das, Schatz, ist ein BDSM-Club. Eine Mischung aus Bar, Disco und Spielflächen.“
„Ah ja und welche Spiele da gespielt werden, muss ich wohl nicht fragen“, sagte Amelie mit einem Grinsen.

Sie und Odine lebten selbst in einer besonderen Form einer D/s-Beziehung. Amelie hatte vor einiger Zeit neben ihrer Subseite auch erkannt, dass ein littlegirl Bestandteil ihrer Persönlichkeit war. Und Odines Art, eine Beziehung zu führen, war seit jeher die einer fürsorglichen, aber strengen Mommy Domme. Insofern war es für beide eine positive Weiterentwicklung ihrer Beziehung gewesen.
 „So, Schatz. Wir müssen noch Jack und Meierdirks anrufen. Das wird ne lange Nacht“, sagte Odine zu ihrer Frau.
„Jawohl, Boss. Ich übernehme Jack.“
„Und ich Meierdirks.“
Odine fuhr sich noch einmal durch ihr kastanienbraunes Haar, bevor sie die Nummer des Pathologen wählte.

„Nabend meene soete. Was kann ich für Dich tun?“, hörte sie, als an der anderen Seite das Telefon abgenommen wurde.
„Wir haben eine Leiche in der Stadt. Seitengasse des

Bittersweet Melody.“
„In Ordnung, ich fahre gleich los.“
„Danke. Wir sind auch gleich unterwegs, Amelie verständigt gerade Jack.“
„Gut, dann treffen wir uns vor Ort.“
„Bis gleich.“
Der ältere Pathologe mit grau blondem Haar legte auf und Odine bekam noch mit, wie sich Amelie von Jack verabschiedete.
„Und hat alles geklappt.“
„Ja, Jack ist gleich auf dem Weg.“
„Gut, das sollten wir auch machen.“
„Stimmt. Aber kann ich mir noch nen warmen Pulli anziehen?“, fragte Amelie.
„Klar. Mach nur.“
Odine ging in Zwischenzeit zum Safe und nahm ihre Dienstwaffe und Ausrüstung aus dem Safe. Als Amelie aus dem Schlafzimmer zurückkam, hatte sie einen weißen Rollkragenpullover aus Strick angezogen und strahlte.

„Ist das genehmigt?“, fragte sie scherzhaft.
„Klar, nun schnapp Dein Zeug, wir müssen los.“
„Jup.“
Auch Amelie griff nach ihrer Ausrüstung und ihrer Dienstwaffe. Als sie alles an der Frau hatte, gingen die beiden Frauen in den Flur und zogen sich die Winterjacken an. Als Amelie zur Haustür raussah, meinte sie.
„Mist, das fängt an zu schneien.“
Sofort griff sie ihren grauen Schal und legte ihn über ihre braune Steppjacke. Odine runzelte kurz die Stirn und dann öffnete sie den Reißverschluss von Amelies Jacke, um den Schal unter der Jacke zu platzieren und dann den Reißverschluss zu schließen.
„Achte auf Deine Gesundheit.“
„Ja, tschuldigung.“
Amelie schlug die Augen nieder, als Odine die Hausregel zitierte.

„Schon gut, vergeben und vergessen.“
Dann legte auch Odine sich den Schal an und die beiden stiegen in den schwarzen Passat, welcher als Dienstfahrzeug mit Blaulicht und Sirene ausgestattet war.
„Sonderrechte?“, fragte Amelie.
„Ja, aber trotzdem fahr ich vorsichtig. Könnte glatt sein.“
„Gut.“
Während der Fahrt warnte Odine dann Amelie vor.

„Remzi meinte, die Leiche wäre übel zugerichtet. Also, wenn es zu viel wird.“
„Gehe ich ins Auto, versprochen.“
„Und da wartest Du auf mich. Keine Eigenmächtigkeiten.“
„Ja, Du hast mir Deinen Standpunkt schon klargemacht.“

„Das freut mich, dass Du es verstanden hast. Und halte Dich auch daran.“
Odines Stimme hatte beim letzten Teil einen mahnenden Tonfall bekommen. Amelie neigte immer wieder zu Alleingängen, und die könnten schnell mal gefährlich enden. Amelie zuckte zusammen und wollte am liebsten im Autositz verschwinden. Ihr letzter Alleingang hatte ihr einige Tage sehr schmerzhaftes Sitzen eingebracht, und sie war froh, dass diese Tage gerade vorüber waren. Aber die Erinnerung daran brauchte sie nicht wirklich.

Die Fahrt dauerte trotz Blaulicht und Sirene knapp vierzig Minuten. Als die beiden ankamen, war Meierdirks schon da und kniete neben der Leiche.

„Ooh oh meene kleene. Wat hat man nur mit Dir gemacht?“, fragte er.
„Kleene?“, fragend schaute Amelie zu Meierdirks.
Meierdirks lächelte und deutete auf die weibliche Leiche.

„Schau selber.“
Odine trat einen Schritt vor und sah sich die Leiche als Erstes an. Sie war halb durch den Container verdeckt. So, dass man nicht viel über den Zustand sagen konnte.

„Wo bleibt Jack nur?“
„Der wollte gleich mit dem Team hier sein“, meldete sich Remzi zu Wort.
„Hast Du schon mit ihm gesprochen?“
„Ja, er rief mich an, dass er die Ausrüstung noch eben abholen würde und dann herkäme.“
In diesem Moment tauchte der dunkelhaarige Amerikaner mit deutschen Wurzeln auch schon auf. Im Schlepptau hatte er zwei Kollegen. Sie alle trugen Schutzkleidung.
„Hey Folks. What`s up. Wo ist die Schutzkleidung?“
„Reg Dich ab, Jack, wir haben nichts angefasst.“, erwiderte Remzi.
„I hope so.“
Sofort ging er an die Arbeit und machte Fotos.

„Könnt ihr mal den Container wegziehen?“
„Klar.“, antwortete Amelie.
Remzi, Odine und Amelie zogen den Container ab. Der Anblick, der sich dann bot, ließ alle mehr oder weniger geschockt zurück. Die Frau war nackt, aber ihr gesamter Körper war blauen Flecken und Prellungen übersät.

„Oh, mein Gott“, entfuhr es Amelie.
Odine schaute zu Amelie rüber, aber sie wirkte sehr gefasst. Der Anblick der Leiche hatte aber auch Odine leicht geschockt. Und so konnte der Pathologe erst einmal seine Arbeit vor Ort machen.

„Und kannst Du schon etwas sagen?“, fragte Remzi Meierdirks.
„Nur soviel, sie ist noch nicht sehr lange hier, und hier ist der Fundort nicht der Tatort.“
„Wie kommst Du darauf?“
„Zum einen, sehe ich hier kein Blut, und einige der Wunden haben geblutet, als sie noch gelebt hat. Zum anderen sagt mir ihre Körpertemperatur, dass sie erst vor Kurzem hier abgelegt wurde.“
„Verstehe.“
„Odine kann ich das bedauernswerte Ding mitnehmen?“
„Wenn Jack es erlaubt, ja.“
Kaum hatte er seinen Namen gehört, kam der Forensiker auch schon an.
„Wenn ich was erlaube?“
„Den Abtransport der Leiche“, erklärte Odine.
„Kann weg. Aber Odine ich habe noch etwas gefunden.“

„Was denn?“
„Reifenspuren. Abdrücke sind bereits genommen und die vergleiche ich in der KTU. Remzi meinte ja, er wäre zu Fuß hier. Sein Wagen kann es also nicht sein.“
„Gut, wenigstens etwas.“
„Amelie, schau Dich mal um, vielleicht findest Du ja irgendwo hier Kameras.“
„Wirklich? Meinst Du nicht, es wäre sinnvoller, im Laden nachzufragen, ob jemand etwas gesehen hat?“
Aus Amelies Augen war die blanke Neugier zu lesen, und Odine musste schmunzeln.

Aber ehe Odine etwas sagen konnte, mischte sich Remzi ein.

„Das habe ich bereits veranlasst. Clubbesucher waren zwar keine mehr da. Aber der Barkeeper und das Sicherheitspersonal.
„Sicherheitspersonal?“
„Ja, klar. So ein Schuppen hat sein eigenes Personal, damit so etwas nicht passiert.“
„Hat ja toll geklappt“, konterte Amelie mit einem zynischen Tonfall.
„Hey, noch wissen wir nicht, ob das etwas mit dem Club zu tun hat.“
„Dann hoffen wir mal, dass die Überwachungskameras haben.“
Odine musste schmunzeln, doch dann sagte sie zu Amelie.

„Ich bezweifle, dass es da überhaupt Kameras gibt. Das Bittersweet Melody ist sogar eine Handyverbotszone.“
„Nicht Dein Ernst“, stöhnte Amelie auf.
„Wie sollen wir dann da auf Beweismittel kommen?“
„Amelie, beruhige Dich, es gibt Außenkameras und die Videos bekommen wir.“
„Gut, also wieder Kinozeit.“
„Sieht so aus“, kommentierte Odine Amelies Ausspruch.
„Kinozeit?“, fragte Remzi nach.
„Ja, wenn wir Videos schauen, heißt das so. Warum zeige ich Dir, wenn es so weit ist, Partner.“

Odine ging wie selbstverständlich zu einer Seitentür des Clubs und klopfte in einem bestimmten Rhythmus an die Tür. Sofort ging diese auf.

„Ah Odine, schön Dich zu sehen, wir haben aber geschlossen“, erwiderte ein älterer Mann mit grauem Haar und Vollbart.
„Ich weiß, Pit. Ich bin aber dienstlich hier.“
„In Ordnung, was kann ich für Dich tun?“
„Können wir das drinnen besprechen?“
„Aber gerne.“
„Ich hoffe, Deine Kollegen sind nachher nicht geschockt. Aber kommt rein.“
Bevor sich Remzi und Odine versehen konnten, huschte ein blonder Wirbelwind namens Amelie an den beiden vorbei in den Club.

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